Unterwassergehäuse

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Das wichtigste Zubehör für die Fotografie unter Wasser ist neben deiner Kamera ein passendes Unterwassergehäuse. Es kann deine empfindliche Technik vor dem hohen Wasserdruck und aggressivem Salzwasser schützen, während du die faszinierende Unterwasserwelt festhältst. Die Auswahl an Gehäusen ist riesig und reicht von leichten Hüllen für den Strand bis hin zu professionellen Systemen für tiefere Tauchgänge. Dabei spielt nicht nur das verwendete Material eine Rolle, sondern auch, wie gut du deine Kamera unter Wasser noch bedienen kannst.

Welche Materialien gibt es bei Unterwassergehäusen?

Unterwassergehäuse unterscheiden sich oft stark in ihrer Bauweise und dem verwendeten Material. Je nach Einsatzgebiet kann sich ein anderes Modell für dich lohnen.

Polycarbonat- & Kunststoff-Gehäuse (Leicht & Preiswert)

Gehäuse aus Polycarbonat (Kunststoff) sind in der Regel sehr leicht und schonen dein Reisegepäck. Sie sind oft transparent, wodurch du die Dichtungsringe (O-Ringe) gut auf Verunreinigungen prüfen kannst. Kunststoff-Gehäuse sind meist preiswerter als Modelle aus Metall und eignen sich hervorragend für Sporttaucher, die ihre Kamera bis zu einer bestimmten Tiefe (oft rund 40 bis 60 Meter, je nach Modell und Herstellerangaben) bei korrekter Anwendung nutzen möchten.

Aluminium-Gehäuse (Robust & Professionell)

Ein Aluminium-Gehäuse ist oft die erste Wahl für ambitionierte Unterwasserfotografen. Es wird je nach Hersteller häufig aus einem Aluminiumblock gefräst und gilt dadurch als besonders robust und druckbeständig. Viele Metallgehäuse können tiefere Tauchgänge überstehen und bieten eine hohe Präzision bei der Tastenbedienung. Zudem leitet das Metall die Wärme der Kamera oft besser ab, was vor allem bei längeren Videoaufnahmen vorteilhaft sein kann.

Das passende Gehäuse für deinen Kameratyp

Nicht jedes Gehäuse passt zu jeder Kamera. Achte darauf, dass die Hülle exakt auf dein Modell zugeschnitten ist, damit alle Bedienelemente erreichbar bleiben.

Actioncams (z.B. GoPro Unterwassergehäuse)

Actioncams sind oft von Haus aus bis zu einer gewissen Tiefe wasserdicht. Wenn du jedoch tiefer tauchen möchtest, kommst du um ein spezielles GoPro Unterwassergehäuse nicht herum. Diese Gehäuse (oft aus Polycarbonat oder Aluminium) erweitern die maximale Tauchtiefe deutlich und schützen die Linse deiner Kamera zusätzlich vor Kratzern. Viele Modelle lassen sich mit speziellen Rotfiltern ausstatten, um die Farben unter Wasser zu korrigieren. Passende Kameras findest du in unserer Kategorie für GoPro Kameras.

Smartphones (z.B. Unterwassergehäuse für das iPhone)

Auch Smartphones lassen sich wunderbar für Unterwasseraufnahmen nutzen, wenn sie richtig geschützt sind. Spezielle Schutzhüllen, wie etwa ein iPhone Unterwassergehäuse oder Modelle für Android-Geräte, bieten teils integrierte Vakuum-Pumpensysteme, um die Dichtigkeit vor dem Tauchgang zu prüfen. So kannst du dein Handy bei korrekter Handhabung als Unterwasserkamera nutzen, ohne ein teures Kamerasystem anschaffen zu müssen.

System- und Kompaktkameras (z.B. Canon, Sony)

Für hochwertige Aufnahmen greifen viele Taucher zu einem Unterwassergehäuse für Kamera-Systeme wie spiegellose Kameras oder fortschrittliche Kompaktkameras. Egal, ob du ein Canon Unterwassergehäuse, ein Modell für Sony oder eine Variante für Olympus suchst: Hochwertige Schutzgehäuse für den Tauchsport sind exakt auf das Layout der jeweiligen Kamera abgestimmt. Beachte, dass Systemkameras oft separate Ports (Aufsätze) für unterschiedliche Objektive benötigen. Alternativ bieten wasserdichte Kompaktkameras eine All-in-One-Lösung, die oft schon ohne zusätzliches Gehäuse für flache Tauchgänge geeignet ist.

Was du vor dem Kauf prüfen solltest (Checkliste)

Bevor du dich für ein Unterwassergehäuse entscheidest, solltest du diese Punkte prüfen, um spätere Enttäuschungen zu vermeiden:

  • Kompatibilität: Das Gehäuse muss exakt zu deinem Kameramodell passen. Selbst kleine Änderungen (z.B. bei Nachfolgemodellen) können dazu führen, dass Tasten nicht mehr am richtigen Ort sitzen.
  • Maximale Tauchtiefe: Prüfe die Herstellerangaben. Ein Gehäuse für 40 Meter reicht für normale Sporttaucher in der Regel aus, Tek-Taucher benötigen jedoch Modelle, die deutlich mehr Druck aushalten.
  • Tastenbedienung: Sind alle wichtigen Funktionen (Blende, ISO, Fokus) unter Wasser noch erreichbar? Günstigere Gehäuse sparen oft an der Anzahl der nach außen geführten Tasten.
  • Erweiterbarkeit: Besitzt das Gehäuse Schraubgewinde (oft Stativgewinde), um später Schienen, Griffe oder externe Linsen anzubringen?

Sinnvolles Zubehör für dein Gehäuse

Ein gutes Unterwassergehäuse ist oft erst der Anfang. Um die Bildqualität unter Wasser zu verbessern, kann sich die Anschaffung von Zubehör lohnen. Mit Schienen (Trays) und Haltearmen verbesserst du die Handhabung der Kamera enorm. Zudem bringen Unterwasserblitze und Videolampen die verlorenen Farben in der Tiefe zurück. Für System- und Kompaktkameras sind außerdem Nasslinsen (Wet-Lenses) oder Makro-Vorsätze beliebt, da sie oft unter Wasser gewechselt werden können. Wenn du ein Unterwassergehäuse für Videokamera-Setups nutzt, sind starke Videolampen oft unverzichtbar.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Wie pflege ich mein Unterwassergehäuse nach dem Tauchgang?

Nach jedem Einsatz im Salzwasser oder im Pool sollte das Gehäuse gründlich mit Süßwasser gespült werden. Bewege dabei alle Tasten, um Salzkristalle zu lösen. Trockne es anschließend ab und lagere es an einem kühlen, schattigen Ort. Die O-Ringe (Dichtungen) sollten regelmäßig kontrolliert und leicht gefettet werden, um geschmeidig zu bleiben.

Kann ich ein Gehäuse für verschiedene Kameramodelle nutzen?

In den meisten Fällen ist das nicht möglich. Unterwassergehäuse sind extrem passgenau konstruiert. Selbst wenn eine andere Kamera hineinpasst, werden die Tasten oft nicht mehr exakt erreicht. Ausnahmen bilden manchmal spezielle Smartphone-Gehäuse, die sich über verstellbare Klemmen an verschiedene Handys anpassen lassen.

Sind meine Kamerafunktionen unter Wasser eingeschränkt?

Das hängt stark vom gewählten Gehäuse ab. Hochwertige Modelle führen nahezu alle Tasten und Rädchen nach außen, sodass du volle manuelle Kontrolle hast. Bei einfacheren Modellen kann es sein, dass du einige Funktionen unter Wasser nicht mehr nutzen kannst.. Es empfiehlt sich oft, die wichtigsten Einstellungen (wie ISO-Automatik oder Fokus-Modus) schon vor dem Tauchgang vorzunehmen.

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