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Welche Videokameras für welchen Zweck?

Suche ich einen einfachen Halt-drauf-Camcorder für das Urlaubsvideo? Möchte ich actionreiche Sportfilme drehen? Spielt die Qualität eine große Rolle und wo liegt überhaupt meine preisliche Schmerzgrenze? Diese Fragen und noch einige weitere sollten möglichst klar zu beantworten sein, bevor man sich der großen Kameravielfalt widmet, die der Markt hergibt. Schließlich gibt es nichts Ungünstigeres, als ein unpassendes Gerät für den gewünschten Anwendungsfall zu nutzen. In diesem Artikel werden die verschiedenen Kameratypen auch für Filmneulinge einfach erklärt und ihren jeweiligen Nutzungszwecken zugeordnet.

Inhaltsverzeichnis:

Camcorder

Die Allzweckwaffe. Ein Camcorder aus dem unteren Preissegment(100-200€) ist bestens für das typische Draufhalten geeignet. Die ersten Schritte des Kindes, der rauschende Strand aus dem letzten Urlaub, alles schnell und ohne viel technisches Verständnis eingefangen. Camcorder besitzen meist einen verhältnismäßig großen ausklappbaren Bildschirm, der eine optimale Beurteilung des Bildausschnitts ermöglicht. Die Geräte sind zumeist sehr robust und gegen Spritzwasser geschützt, weswegen sie problemlos jegliche Ausflüge überstehen sollten. Kaufen können sich so einen Camcorder alle, die Spaß an Heimvideos haben, sich aber keine Gedanken über Bildrate, Stabilisierung usw. machen möchten.

Ab 500€ aufwärts siedeln sich schon die deutlich professionelleren Camcorder an. Viele dieser Geräte sind bereits 4k-fähig, haben eine bessere optische Bildstabilisierung und mehr manuelle Einstellungsmöglichkeiten. Meist kommen sehr große Bildsensoren zum Einsatz, die eine große Detailschärfe erzeugen. Kameras aus diesem Preissegment sind geeignet für ambitionierte Kurzfilmproduzenten mit geringem Budget oder für Leute, die zum Beispiel mit YouTube anfangen möchten. Auch für den reinen Heimvideogebrauch kann beherzt zugegriffen werden, wenn man eine Kamera kaufen möchte, die länger mit dem Stand der Technik mithält.

Der professionelle oder semiprofessionelle Bereich für Camcorder beginnt ca. ab 1000€. Diese Modelle haben einen sehr hohen Dynamikumfang und bieten meist die Möglichkeit, Objektive zu wechseln. Geeignet sind solche Camcorder für Fernseh- oder Musikvideoproduktionen oder für sehr ambitionierte Kurzfilmer, die besonders auf einen cinematischen Look ihrer Filme bedacht sind. Hochpreisige Camcorder sind nur mit viel Know-How vernünftig zu bedienen, weswegen einem Einsteiger von dem Kauf einer solchen Kamera abzuraten ist.

Also noch einmal zusammengefasst: Camcorder eignen sich für das Filmen aus der Hand in "allen Lebenslagen", also Hochzeiten, Konzerte, Urlaube und alles, was einem noch so vor die Linse läuft. Die Erfahrungen und die Ambitionen für das Filmen entscheiden dabei, in welchem Preissegment man sich umschauen sollte. Für Luftaufnahmen und Actionsport sind Camcorder ungeeignet.

Vor- und Nachteile Camcorder

Vorteile

  • hohe Bildqualität
  • Robustheit
  • einfache Handhabung im unteren Preissegment
  • gute Stabilisierung
  • großes Display zur Bildbeurteilung
  • gute Akkulaufzeit

Nachteile

  • kein Objektivwechsel möglich im niedrigeren Preissegment
  • nicht für Actionsport geeignet
  • nicht für Luftaufnahmen geeignet

Actioncams

Actioncams sind in den letzten Jahren sehr populär geworden. Sie sind extrem kompakt, leicht zu bedienen und sehr widerstandsfähig. Über etliche verschiedene Befestigungsysteme lassen sich die Cams praktisch überall anbringen, wodurch sich atemberaubende neue Perspektiven ergeben. Die Befestigungssysteme stellen allerdings auch einen wichtigen Kostenfaktor dar. Wer sich eine Actioncam kauft, kann damit rechnen, dass noch einmal mindestens die Hälfte der Kamera für Schrauben, Clips, Gelenke und Sticker ausgeben wird.

Die gängigsten Anwendungsfelder liegen bei Actioncams im Sportbereich. Skifahren, Radfahren, einfach alles, was schnell und dynamisch ist, kann beispielsweise aus der Ego-Perspektive zu einem mitreißenden Film eingefangen werden. Die meisten Modelle haben dabei ein bis zu 40m Tiefe wasserdichtes Gehäuse. So kann sogar der nächste Tauchgang auf den Malediven im Wohnzimmer erneut durchlebt werden. Weiterhin sind Luftaufnahmen ein spannendes Anwendungsfeld der Actioncams. Durch die kompakte Bauweise lassen sich viele Geräte unkompliziert in eine Drohne integrieren, um fantastische Bilder aus den Wolken zu drehen. Auch für den klassischen Heimvideogebrauch kann eine Actioncam bedingt zweckentfremdet werden. Die kleinen Bildsensoren, die in solchen Modellen zu Einsatz kommen, sorgen allerdings für eine mäßige Schärfe in Detailaufnahmen. Weiterhin setzen die kleinen Geräte auf Fischaugenlinsen für ein größeres Sichtfeld. Das kann beim Filmen einzelner Personen aus nächster Nähe unnatürlich wirken. Außerdem haben Actioncams kein oder nur ein sehr kleines Display zur Beurteilung des Bildausschnitts.

Preislich liegen die Actioncams zwischen 70 und 500 Euro. Auch hier gilt wieder, je höher der Preis, desto größer der Funktionsumfang und desto höher sollte das Wissen bzw. die Ambitionen für das Filmen sein. Es kann sich aber durchaus lohnen, direkt mit einem Topmodell zu beginnen, um für alle Eventualitäten gerüstet zu sein. Wer gerne Zeitlupenvideos aufnimmt, sollte darauf achten, dass die Kamera 120 Bilder pro Sekunde oder mehr schießt.

Also zusammengefasst: Actioncams sind vorrangig für spektakulären Sport aus den unmöglichsten Perspektiven gedacht, sie können aber für viele Einsätze zweckentfremdet werden. Sportler, die sich auch filmisch sehr gerne kreativ austoben, sollten auf jeden Fall zugreifen. Grundsätzlich ist eine Actioncam der beste Kameratyp für den Einstieg ins Filmen, da sie so robust und vielseitig einsetzbar ist.

Vor- und Nachteile Camcorder

Vorteile

  • hohe Bildqualität
  • Robustheit
  • kompakt
  • viel Zubehör und Befestigungen
  • wasserdicht
  • für Luftaufnahmen geeignet

Nachteile

  • mäßige Stabilisierung
  • mäßige Detailschärfe
  • mäßige Akkulaufzeit
  • kein oder nur kleines Display
  • nicht für Close-Ups von Personen geeignet
  • Objektive nicht austauschbar

Dashcams

Dashcams dienen weniger dem kreativen Filmen sondern vielmehr der Überwachung und Dokumentation. Die Dashcam wird beispielsweise vorne an der Windschutzscheibe des Autos befestigt und von dort aus filmt sie permanent das Geschehen im Verkehr. Bei der Nutzung ist allerdings Vorsicht geboten, da der Gebrauch von Dashcams in Deutschland datenschutzrechtlich umstritten ist. So dürfen belastende Aufnahmen von anderen Verkehrsteilnehmern nicht zur Anzeige gebracht werden und das erstellte Filmmaterial nur unter Zensur von Kennzeichen und Personen ins Internet gestellt werden. Hierzu solltest Du immer die aktuelle Rechtslage im Auge behalten, da sich diese immer wieder verändern kann

Nach dem Einschalten nimmt eine Dashcam permanent auf, bis die Speicherkarte gefüllt ist. Danach wird das alte Material mit der sogenannten Loop-Aufnahme überschrieben. Die Kameras besitzen zumeist einen integrierten Beschleunigungssensensor, um ein ungewöhnliches Ereignis im Straßenverkehr zu erkennen. Wird die Kamera während eines Videos ungewöhnlich hoch beschleunigt, wird das in diesem Moment entstandene Video später nicht überschrieben. Bei den Dashcams ist besonders auf eine gute Bildqualität bei schlechten Lichtverhältnissen zu achten, damit Verkehrssituationen in der Nacht oder zu später Abendstunde gut erkennbar sind.

Dashcams bieten die Möglichkeit einen Unfallhergang im Straßenverkehr zu rekonstruieren und die daraus resultierende Schuldfrage zu klären. Sie können aber natürlich auch verwendet werden, um eine schöne Landschaft aus dem Auto heraus zu filmen. In manchen Ländern, wie zum Beispiel in Großbritannien, zahlen Versicherungen sogar Prämien für den Gebrauch von Dashcams. Also kurz zusammengefasst: Wer sich im Verkehr gegen falsche Anschuldigungen bei Unfallsituationen absichern oder einfach nur die Spazierfahrt am Sonntag einfangen möchte, sollte sich eine Dashcam kaufen.

Vor- und Nachteile Dashcam

Vorteile

  • Dokumentation von Verkehrssituationen
  • Loop-Funktion

Nachteile

  • Ungeeignet für kreatives Filmen
  • meist kein Display zur Bildbeurteilung

Spiegelreflexkamera zum Filmen

Aktuelle Spiegelreflexkameras (DSLRs) besitzen solide bis sehr gute Filmfunktionen. Es kann durchaus eine Überlegung wert sein, auf einen Camcorder zu verzichten und sich einen klassischen Fotoapparat zu kaufen. Der große Vorteil: Auch im niedrigeren Preissegment besteht die Möglichkeit, Objektive zu wechseln und neben schönen Filmaufnahmen tolle Fotos zu schießen. Als Nachteil ist der Funktionsumfang anzusehen, der hauptsächlich auf das Fotografieren ausgelegt ist. Hohe Framerates und ein Weißabgleich für Videos werden so häufig vermisst. Außerdem ist die optische Bildstabilisierung von DSLRs im Videomodus meist ausgeschaltet. Wer das perfekte Zusammenspiel aus Film und Foto haben will, sollte auf eine spiegellose Kamera (DSLM) wie zum Beispiel die Sony A7s oder die Lumix GH4 setzen. In diesen Fotokameras ist der Funktionsumfang für das Filmen genauso groß wie bei Camcordern, allerdings zu einem deutlich höheren Preis. Außerdem sind Fotoapparate meist deutlich empfindlicher gegenüber Staub und Spritzwasser.

Vor- und Nachteile DSLR

Vorteile

  • Filmen und Fotografieren
  • Objektive austauschbar
  • hohe Bildqualität

Nachteile

  • teurer oder geringerer Funktionsumfang als Camcorder
  • empfindlich gegen Staub und Spritzwasser
  • keine Bildbeurteilung durch Sucher möglich bei DSLRs
  • häufig keine Bildstabilisierung im Videomodus
  • mäßige Akkulaufzeit
  • nicht für Luftaufnahmen geeignet

Welcher Kameratyp ist der beste?

Wie vorangegangen beschrieben hat jeder Kameratyp seine Stärken und Schwächen, woraus sich das jeweilige Anwendungsfeld ergibt. Ist es dann überhaupt möglich, einen Camcorder mit einer Actioncam oder einer Dashcam zu vergleichen? Nein, eher nicht. Zwar gibt es zwischen allen drei Arten gewisse Überschneidungsgebiete was die Anwendung angeht, aber eine Actioncam wird niemals ein gleichwertiges Hochzeitsvideo zu einem Camcorder produzieren können. Gleichzeitig kann der Camcorder aber beim Skifahren nicht um die Brust geschnallt werden und würde wahrscheinlich auch einen heftigen Sturz nicht überleben. Eine Actioncam könnte prinzipiell die Funktion einer Dashcam übernehmen, allerdings besitzt sie keine Loop-Funktion. Dadurch könnte die Speicherkarte im entscheidenden Moment des Unfalls voll sein. Fotokameras stellen meist einen funktionellen Kompromiss zu Camcordern dar oder sind bei vergleichbarer Leistung deutlich teurer. Ein ambitionierter Filmemacher wird vermutlich mehrere Kameratypen benötigen, um seine kreativen Einfälle vollständig umsetzten zu können. Die eierlegende Wollmilchsau gibt es auch bei den Videokameras nicht.

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